Fragebogen und Beispielfragen für eine erfolgreiche Umfrage bei Ihren Mitarbeitenden

Darauf sollte man bei der Formulierung von Mitarbeiterbefragungen achten

Stephan Bloß

April 2021

4 Minuten Lesezeit

Befragungen und Umfragen bei Mitarbeitern durchzuführen, unterstützt die Motivation und Zufriedenheit. Besonders wichtig hierbei ist aber, sich vorher zu überlegen, wie die Ergebnisse aus den Befragungen umgesetzt werden und basierend darauf die Befragung richtig aufzusetzen. Im Folgenden haben wir daher für Sie hilfreiche Tipps, Beispielfragen und Erfolgsfaktoren zusammengestellt.

Fragen zur Führungskultur

Bei Befragungen zur Führungskultur kommt es ganz besonders darauf an, die Mitarbeitenden und die Führungskräfte vor der Durchführung richtig mitzunehmen und möglichen Bedenken offen zu begegnen. Es sollte bei Befragungen zur Führungskultur nicht darum gehen, Führungskräfte zu bewerten, sondern vielmehr positive Entwicklungspotenziale aufzuzeigen. Damit sich Führungskräfte durch die Beantwortung der Fragen daher nicht „abgestraft“ fühlen, ist die richtige Formulierung der Fragen selbst hier besonders wichtig.

Einige Beispiele hierzu:
  • Meine Führungskraft ist glaubwürdig und lebt vor, was sie sagt.
  • Meine Führungskraft zeigt eine angemessene Anerkennung für gute Arbeit.
  • Ich kann gegenüber meiner Führungskraft Probleme und heikle Themen offen ansprechen.
  • Ich fühle mich gut über die Ziele meiner Arbeit durch meine Führungskraft informiert.
Erfassen Sie Ihre Unternehmenskultur

Bei Umfragen rund um die Unternehmenskultur bietet sich meistens das OCAI Modell an. Wichtig ist hierbei, dass vor der Befragung eine sogenannte „Soll-Kultur“ definiert wird. Diese ergibt sich meist aus dem Unternehmensleitbild. Die Unternehmenskultur ist ein erheblicher Treiber für den Unternehmenserfolg. Für die Befragung wird die „Soll-Kultur“ dann so weit detailliert, dass basierend darauf Fragen zur gelebten Kultur abgeleitet werden können. Besonders wichtig bei den Fragen zur Unternehmenskultur selbst ist es, missverständliche Formulierungen zu vermeiden. Meist lässt sich eine Kultur nur schwer in Worte fassen und so versteht jeder etwas anderes darunter.

Gute Beispiele für solche Fragen finden Sie nachfolgend:
  • Mein Arbeitsumfeld besitzt einen sehr persönlichen Charakter. Es ist wie eine große Familie. Die Mitarbeitenden scheinen viel miteinander zu teilen.
  • Mein Arbeitsumfeld wird zusammengehalten durch Loyalität und gegenseitiges Vertrauen. Zugehörigkeit ist sehr wichtig.
  • In meinem Arbeitsumfeld ist der Umgang mit den Mitarbeiter*innen gekennzeichnet durch Teamwork, Konsens und Mitbestimmung.
  • In meinem Arbeitsumfeld wird Erfolg definiert über die Weiterentwicklung und das Interesse an den Mitarbeitenden.
Erfolgsfaktoren für Ihre Befragung

Umfragen unter allen Mitarbeitern durchzuführen ist nicht immer einfach. Um erfolgreich zu sein, sollten die folgenden Erfolgsfaktoren für Befragungen unbedingt beachtet werden:

  1. Der strategische Fokus muss VOR der Befragung festgelegt werden.
  2. Maßnahmen sollten nur auf Basis von echten Insights festgelegt werden.
  3. Die richtige Kommunikation an und mit den Mitarbeitern.
Befragungen von Mitarbeitenden sind keine Einbahnstraßen.

Es entsteht automatisch und ganz natürlich eine Erwartungshaltung bei den Mitarbeitenden. Wird dieser Erwartungshaltung nicht pro-aktiv und offen begegnet, entsteht ein negativer Wirkungskreis. So bleiben nicht nur Erfolge aus, sondern es macht sich auch Enttäuschung breit. Dabei ist wichtig zu verstehen: Deshalb muss nicht alles aus den Befragungen auch umgesetzt werden. Aber es muss definitiv kommuniziert was warum wann umgesetzt wird und was warum nicht umgesetzt wird.

Maßnahmen mithilfe der richtigen Informationsbasis ableiten

Sobald Sie die Befragung durchgeführt haben, geht es an die Erarbeitung von Maßnahmen. Bei der Erarbeitung der Themenbereiche für Ihre Befragung haben Sie sich bereits mit den strategischen Zielen Ihres Unternehmens auseinandergesetzt. Aus der Befragung selbst kennen Sie nun den Ist-Zustand. Aus der Differenz zwischen dem Ist-Zustand und dem, was für die Erreichung Ihrer Unternehmensziele notwendig ist, ergeben sich die Maßnahmen. Diese Maßnahmen gilt es nun festzulegen und AUSZUPROBIEREN. Ob und wie Maßnahmen wirken, lässt sich meist nicht vorab einschätzen. Dies hängt von unzähligen Faktoren ab. Daher ist es wichtig, durch regelmäßige sogenannte Puls-Feedbacks zu überprüfen, ob die Maßnahmen die gewünschte Wirkung erzielen.

Kommunikation, Kommunikation, Kommunikation

Der natürlichen Erwartungshaltung der Mitarbeiter muss pro-aktiv begegnet werden Starten Unternehmen Mitarbeiterbefragungen, so entsteht automatisch eine Erwartungshaltung. Die Mitarbeitenden erwarten dann, dass auf das, was sie in der Befragung herausstellen, auch begegnet wird. Wird dieser Erwartungshaltung nicht pro-aktiv und offen begegnet, entsteht ein negativer Wirkungskreis. So bleiben nicht nur Erfolge aus, sondern es macht sich auch Enttäuschung breit. Dabei ist wichtig zu verstehen: Deshalb muss nicht alles aus den Befragungen auch umgesetzt werden. Aber es muss definitiv kommuniziert was warum umgesetzt und was warum nicht umgesetzt wird.

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