Warum ist Mitarbeiter-Feedback wichtig?

Unsere TOP 3 Probleme durch fehlendes Mitarbeiter-Feedback.

Stephan Bloß

April 2021

4 Minuten Lesezeit

Stellen Sie sich ein Unternehmen vor, in dem das Thema Feedback ein Fremdwort ist. Alle arbeiten vor sich hin und keiner weiß vom anderen, wie sie oder er über verschiedene Punkte denkt. Ob dieses Unternehmen besonders erfolgreich ist? Ich denke man braucht kein Wirtschaftsexperte sein, um hierauf eine passende Antwort zu finden. Feedback ist sozusagen das Öl im Getriebe. Ohne wird es sehr schnell irgendwo haken. Unsere Erfahrung zeigt, dass sich dennoch viele Unternehmen bei diesem Thema schwertun. Vor allem, wenn es darum geht, die Wahrnehmung und Bedürfnisse der eigenen Mitarbeitenden zu erfassen, fehlt meist ein funktionierender Feedback-Prozess.

Die TOP 3 Probleme durch fehlendes Feedback
1. Sie haben keine Kontrolle über Ihre Fluktuation, Produktivität und Arbeitgebermarke

Die Antworten auf folgende Fragen haben einen direkten Einfluss auf den wirtschaftlichen Erfolg Ihres Unternehmens.

  • Was sind unsere Fluktuationstreiber?
  • Wie hoch ist die Motivation und Bindung unserer Mitarbeitenden?
  • Wie wird die Führungskultur wahrgenommen?
  • Was fehlt uns für ein leistungsförderndes Arbeitsumfeld?
  • Wie sind die Auswirkungen und der Nutzen von eingeführten Maßnahmen?

Ohne strukturiertes Feedback von Ihren Mitarbeitenden kommen Entscheidungen jedoch einem Blindflug gleich. Dadurch sind Sie weit davon entfernt, die Kontrolle über Ihre Fluktuation, Produktivität und Arbeitgebermarke zu gewinnen.

Eine fundierte Maßnahmenplanung und damit ein zielgerichteter Einsatz Ihres Budgets sind ohne Antworten auf diese essentiellen Fragen nur schwer möglich.

2. Sie haben unnötig hohe Kosten

Ohne die Kontrolle über Erfolgsfaktoren wie Fluktuation, Produktivität und Ihre Arbeitgebermarke verbrennen Sie sprichwörtlich Geld. Im Prinzip fungieren Sie als Feuerwehr, die versucht, die aktuellen Brandherde zu löschen, während es an anderer Stelle bereits wieder Feuer fängt. Eine nachhaltige Investition Ihrer Ressourcen ist dadurch sehr schwierig.

Top-Leute verlassen Ihr Unternehmen. Anstatt in deren Bindung investieren und von ihren Fähigkeiten profitieren zu können, müssen Sie nun Geld für die Neubesetzung in die Hand nehmen. Beim Recruiting wiederum fehlen Ihnen die notwendigen Insights, um die Stärken und Werte Ihres Unternehmens authentisch nach außen kommunizieren zu können. Ihnen fehlen valide Kennzahlen, was Ihre Unternehmenskultur spürbar von ihren Wettbewerbern abhebt. Das schlägt sich im Wirkungsgrad Ihrer Recruiting-Maßnahmen und dementsprechend in den Kosten wieder. Finden Sie eine passende neue Fach- oder Führungskraft, wissen Sie nicht, ob sie oder er zufrieden mit der neuen Arbeitsumgebung ist und welche Faktoren eventuell eine Unzufriedenheit auslösen. Damit haben Sie kaum einen Einfluss auf die Kündigungsrate von neuen Mitarbeitenden, was Sie wiederum in eine passive Rolle drängt, in der Sie nur reagieren, anstatt vorausschauend handeln können. Diese Wirkungs-Kette könnte man noch zeilenweise so fortführen. Im Prinzip befinden Sie sich in einem negativen Kreislauf, der Ihnen unnötigerweise Geld, Zeit und Nerven kostet.

3. Sie reduzieren die Bindung Ihrer Mitarbeitenden zu Ihrem Unternehmen

Was denken Sie von Personen, die nur von sich selbst sprechen und nicht einmal nach Ihrer Situation fragen? Genau denselben Effekt erzielen Unternehmen, die kein oder nur selten Feedback von ihren Mitarbeitenden einholen. Die Mitarbeitenden nehmen ein gewisses Desinteresse wahr und fühlen sich nicht wertgeschätzt.

Die Auswirkungen auf Faktoren wie Fluktuation und Produktivität sind naheliegend: Ihre Mitarbeitenden können keine emotionale Bindung zu ihrem Unternehmen aufbauen und verfallen oft in einen Dienst-nach-Vorschrift-Modus. Und das ist genau das Gegenteil von dem, was man eigentlich möchte.

Ehrliches Interesse und eine Kommunikation auf Augenhöhe kann man nicht vortäuschen. Ihre Mitarbeitenden spüren, wie ernst Sie es damit meinen.

Aber was heißt das für Ihr Unternehmen?

Fehlendes Mitarbeiter-Feedback verursacht einen klaren Wettbewerbs- und Kostennachteil. Aber heißt das jetzt, das Sie ab sofort täglich Ihre Mitarbeitenden nach Ihrer Meinung fragen sollten?

Auf keinen Fall. Neben keinem Feedback gibt es auch das andere Extrem: den falschen Feedback-Prozess. Das klassische Merkmal hierfür: Sie haben zwar lauter Kennzahlen und Daten, wissen damit aber nicht wirklich viel anzufangen. Von einer Kontrolle sind Sie hier ebenfalls weit entfernt.

Darum ist eines entscheidend: Die Feedback-Lösung muss zu Ihrem Unternehmen passen.

Welche Kriterien Sie hier beachten sollten und welche Möglichkeiten es gibt, das betrachten wir im nächsten Teil.

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