Held des Lobes (Mai Challenge)

today

timelapse Lesedauer 5 Minuten


Responsive image

Held des Lobes

Warum immer nur Gutes unerwähnt lassen und Negatives hervorheben? Warum nicht einmal auf dem Teppich der Tatsachen bleiben und bekennend erkennen, dass ein Fehler gleichzeitig auch eine Chance darstellt? Fassen Sie sich ein Herz und werden Sie zum Held des Lobes! Sicher verlangen wir von Ihnen keine unrealistischen Schmeicheleien — schon gar nicht dort, wo sie nicht angebracht sind. Aber schauen Sie als Vorgesetzter in den nächsten Tagen und Wochen bitte mal etwas genauer hin, was Ihre Mitarbeiter auf die Beine stellen und loben Sie an der richtigen Stelle.

Anmerkung: Diese Challenge ist für Führungskräfte formuliert. Die Aufgaben können natürlich auch als Mitarbeiter im Unternehmen angewandt werden.

Ziele dieser Challenge

  • Die Aufmerksamkeit auf positive Dinge und Ergebnisse richten.
  • Kultur der Wertschätzung etablieren.
  • Gute Arbeit und Leistung anerkennen und würdigen.

Woche 1

Aufgabe: Loben Sie ehrlich und holen Sie Ihre Mitarbeiter achtsam ab, genau dort, wo diese gerade stehen

  • Notieren Sie sich für mindestens zwei Mitarbeiter ein ehrliches Lob.
  • Und weiter: Verfolgen Sie bewusst alle Fortschritte Ihrer Angestellten und verteilen Sie verbale Plus-Punkte.

Konzentration auf Positives

Ziel und Zweck dieser Wochenaufgabe soll es sein, Ihre Sinne und Ihr Gefühl für das Positive zu schärfen. Frei von eventuellen Vorurteilen, frei von zum Beispiel auch internem Halbwahrheiten-Gemauschel oder sonstigen vergangenen „Patzern“ — gehen Sie die Sache ruhig und mit etwas Abstand an.

Stellen Sie gezielte Fragen und Loben Sie

Schauen Sie sich hierzu vorerst zwei konkrete „Kandidaten“ aus und beobachten Sie, was diese beiden Personen Gutes zum Erfolg Ihres Unternehmens beitragen. Notieren Sie sich während einer Woche, welche speziellen Fähigkeiten Mitarbeiter X und Mitarbeiterin Y auszeichnen. Wo sehen Sie persönlich noch mehr Potenzial? Und fangen Sie in einem kleinen, persönlichen Gespräch mit beiden Mitarbeitern an, durch authentisches Lob, wahrheitsgemäße Anerkennung und auf die Zukunft gerichtete positive Arbeitsanweisungen die Stärken bzw. Talente Ihrer beiden Mitarbeiter zu optimieren.

Fragen Sie auch gerne zurück: „Frau X, wo sehen Sie Ihren Platz in unserem Unternehmen? Was gefällt Ihnen besonders gut an unserer Zusammenarbeit und wie könnten wir zusammen vielleicht noch mehr erreichen? Reflektieren Sie die Gespräche in einer stillen Minute nach Feierabend und genießen Sie die freundlichen Blicke Ihrer Mitarbeiter, welche sich von Ihnen gut verstanden, gefördert und wirklich gebraucht fühlen.

Kleine Gesten bewirken sehr viel

Ob Sie es zunächst glauben oder nicht: Es geht ein Ruck durchs Unternehmen und die Sonne geht auf, wenn der eigene Vorgesetzte selbst in Zeiten des Stillstands oder bei kleinen Unregelmäßigkeiten, immer noch einen positiven Kern entdeckt — diesen mit Optimismus nährt und gemeinsam mit seinen Mitarbeitern näher betrachtet. Eine wohldurchdachte, durchweg besonnene Einstellung kann helfen, etwaige Fehlerquelle wesentlich schneller zu erkennen und auf schlicht natürliche Weise zu reduzieren — und das ganz ohne schmähender Infragestellung bestimmter Personen!

Aber auch super gut laufende Geschäfte brauchen den positiven Treibstoff „Lob“, um zukünftig erfolgreich zu sein und vor allem auch zu bleiben. Setzen Sie bewusst ein Zeichen, indem Sie signalisieren: alle Mitarbeiter tragen durch ein bestimmtes Wissen und können zum Gelingen einzelner Projekte bei. Diese positiven Eigenschaften gilt es zu sammeln, zu erwähnen, auszubauen und weiterzuverfolgen. Dann wird es ein Stück und Ihre Mitarbeiter danken es Ihnen mit beherztem Einsatz und freudigem Tun.

Woche 2

Aufgabe: Verschaffen Sie sich mit Lob Gehör und gewinnen Sie das Vertrauen Ihrer Mitarbeiter

  • Richten Sie erneut Ihre Aufmerksamkeit auf Ihre Mitarbeiter und achten Sie bewusst darauf, was diese gut machen.
  • Loben Sie mindestens zwei Mitarbeiter (am besten vor anderen).

Sicher haben Sie auch früher schon gerne des Öfteren mal ein Lob verteilt oder durch die Blume gesagt, was Ihnen gefällt. Heute geht es aber darum zu lernen, gute Worte generell und an wichtigen Stellen sogar nachhaltig in den Arbeitsalltag zu integrieren. Darum bitten wir Sie, Ihre „innere Lupe“ zu aktivieren, damit Sie positive Ansätze Ihrer Mitarbeiter bereits im Entstehen erkennen.

Positives verbreitet sich

Bestimmt hat die erste Wochenaufgabe bereits positive Spuren bei Ihren Mitarbeitern hinterlassen. Vielleicht fällt Ihnen auf, dass die beiden von Ihnen gelobten Mitarbeiter diese wonnige Erfahrung gleich an die Kollegen weitergaben. Wie ein kleines Lauffeuer sprach sich herum, dass ein angenehmer neuer Wind weht. Das stimmt doch sehr stolz? Sie sind also Ihrem Ziel ein gutes Stück näher gekommen und sollten nun in Woche zwei behände daran anknüpfen.

Seien Sie aufmerksam

Beobachten Sie mit Adleraugen und zunehmend freudiger Erwartung, wie sich Ihre Mitarbeiter entwickeln, welche positiven Ereignisse bereits ihre Schatten voraus werfen und welche Türen und Tore sich aufgrund Ihres empathischen Verhaltensmusters für Ihre Mitarbeiter öffnen. Lob sollte unbedingt nach außen dringen und auch von anderen Mitarbeitern aus Ihrem versierten Munde wahrgenommen bzw. vernommen werden.

Positives direkt ansprechen

Sprechen Sie am besten gleich vor versammeltem Kollegenkreis konkrete Anerkennung und Lob für die beiden auserwählten Mitarbeiter aus. Gehen Sie außerdem noch einen Schritt weiter. Zögern Sie bitte keine Sekunde und verteilen Sie gerechtes Lob auf all Ihre wertgeschätzten Mitarbeiter. Dieses Verhalten schafft Vertrauen sowie Nähe, steigert die Arbeitslust ungemein und fühlt sich für beide Seiten unsagbar gut an!

Woche 3

Aufgabe: Beobachten Sie erneut Ihre Mitarbeiter und achten Sie bewusst darauf, was diese gut machen.

  • Loben Sie mindestens zwei Mitarbeiter (am besten vor anderen).
  • Verinnerlichen Sie das Loben von Mitarbeitern.

Lob zeigt, dass unsere Leistungen, Bemühungen, ja auch unser Verhalten nicht einfach in der „grauen Masse“ untergehen, sondern dass wir wertgeschätzt werden. Sie als Chef bzw. Vorgesetzter dürfen sich in unserer Wochenaufgabe 3 umso mehr dazu aufgerufen fühlen, für Ihre Mitarbeiter, aber auch für sich selbst eine „Lob-Nische“ zu errichten, welche ein gesundes Arbeitsklima zulässt und Zufriedenheit schenkt.

Wertschätzung ist ein zentraler Baustein

In den letzten Tagen haben Sie erkannt, dass nur derjenige in der Lage ist, ein gutes Unternehmen zu leiten, der auch bereit ist, die Arbeit seiner Mitarbeiter gebührend zu honorieren und ihnen zudem ein Gefühl der ehrlichen Wertschätzung entgegenzubringen.

Für diese wichtige Erkenntnis gebührt Ihnen reichlich Lob. Dank Ihrer nachhaltig anerkennenden Worte fühlen sich Ihre Mitarbeiter verstanden und in Ihrem Unternehmen gut aufgehoben. Und genau dies zahlt sich aus. Also bleiben Sie dran und üben Sie sich gerne weiter in Lob und empathischen Gesprächen. Schließlich sind Sie sind ein „Held des Lobes“ — Vergessen Sie das bitte nie.